Mallorca mit Kleinkind - 31.03.2011 - 17.04.2011

Mallorca - eine Reise mit Kleinkind 31.03.2011 - 17.04.2011

In diesem Urlaub war unser 7 Monate alter Sohn Malte Linus mit dabei. Deshalb haben wir dieses Mal ein Reiseziel mit ca. 2h Flugzeit gewählt. Wir werden versuchen Mallorca abseits der üblichen Touristenstrecken und unter dem Aspekt des Reisens mit Baby zu erkunden.

31.03.2011 - Malte im großen Flieger, Anreise, Spaziergang durch Sant Jordi

Unser Tag begann schon relativ früh, es hieß 5.30 Uhr aufstehen. Alle Koffer und Taschen wurden gepackt, nicht zu vergessen die Sachen für Malte incl. Buggy, Wickeltasche, Spielzeug usw. Wir fuhren ca. 1 Stunde nach Hannover und wurden mit einem Shuttle zum Gate gebracht. Der Check-In verlief reibungslos. Den Buggy konnten wir mitsamt dem Maxicosi bis zum Flugzeug mitnehmen. Auch der Flug verlief entspannt, Malte fand alles soo interessant, das er leider im gestellten Bettchen nicht schlafen wollte, obwohl er auch mit uns morgens sehr früh aufgestanden ist.
Da Babys und sehr kleine Kindern den Druckausgleich beim Starten und Landen noch nicht aktiv durchführen können, ist es sehr hilfreich dem Nachwuchs etwas zu Trinken zu geben.
Dieser Trick hat bei Malte Linus ganz prima funktioniert.

Leider wurde der Buggy erst an der Gepäckabholung mit auf das Band geschmissen, so das wir mit einem dann schlafenden Malte auf dem Arm erst durchs halbe Flughafengebäude laufen mussten, nebst allem anderen schweren Handgepäck, sehr umständlich. Leider gab es am Gepäckband auch keine Sitzbank, so das ich Malte auf dem Boden sitzend schlafend im Schoß hielt. Die Entgegennahme unseres Mietwagens, einem nagelneuen gerade mal 7 Kilometer auf dem Tacho habenden Peugeot Partner Tepee klappte einwandfrei. Ein tolles großes Auto! Unser Weg führte uns auf die Autobahn Richtung Santanyi, durch Campos hindurch nach Colonia Sant Jordi.

Der Schlüssel für unser Appartement steckte bereits in der Tür, der Empfang war herzlich. Das Appartement war zweckmäßig eingerichtet, hatte zwei separate Schlafzimmer mit Zugang auf einen Balkon zum Hinterhof. Im Wohnzimmer stand eine einfache Couch und ein Esstisch mit 5 Stühlen, sowie eine spartanisch eingerichtete Küchenzeile. Leider war der Kühlschrank nicht angestellt als wir kamen. Die Betten waren frisch bezogen, es lagen genug Handtücher aus. Die Stühle auf dem Balkon schienen neu zu sein. Der Vorgarten des Apartmentgebäudes war einladend bepflanzt. Heizung kann für 4 Euro am Tag dazu gebucht werden. In einem Küchenschrank roch es etwas muffig. Leider hatte das Bad kein Fenster. Das Mobiliar bedarf einer teilweise dringenden Auffrischung, die auf der Homepage eingestellten Fotos entsprechen nicht mehr unbedingt dem aktuellen Stand. Trotzdem ist diese Unterkunft für diesen Preis durchaus akzeptabel, wir haben pro Tag mit zwei Erwachsenen und einem Baby 38 Euro bezahlt (Es ist jedoch ein einfaches Appartment). Den notwendigen Lebensmitteleinkauf nebst Grundausstattung wie Spülmittel, Schwämme, Toilettenpapier usw. haben wir bei einem Einkauf im nahe gelegenen Spar-Markt erledigt. Nach einem groben Kofferauspacken sind wir noch etwas am Hafen von Colonia Sant Jordi spazieren gegangen und haben die Sonne genossen. Ein Eis mit zwei großen Kugeln auf die Hand kostete uns mal eben schlappe 3,50 Euro pro Person.

01.04.2011 - Santanyi Windmühlen, Leuchtturm am Cap de Ses Salines, Cala Llombards, Cala Figuera, Campos- Käse-Hofladen, Llombards La Perla Negra

In der Gegend um Santanyi, Ses Salines und Campos stehen viele schöne, gute erhaltene Windmühlen, welche wir uns heute als erstes angeschaut haben. Dabei sind wir von den Hauptverkehrsstraßen abgefahren und in die etwas dörflicheren Regionen abgebogen, in denen intensiv Ackerbau betrieben wird.

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Anschließend fuhren wir in den Südosten von Colonia Sant Jordi an die Felsküste, wo der Leuchtturm am Cap de Ses Salines steht. Der Leuchtturm selbst kann nicht besichtigt werden, allerdings ist die Küstenumgebung auch sehr sehenswert, zumal vor Ort ein Meer an Steinskulpturen den Besucher erwartet.

Wir fuhren zur Cala Llombards mit ihrer Felsküste, hier kann man gut schnorcheln und tauchen. Ein weiterer Stopp führte uns zum schönen Hafen der Cala Figuera, wo wir Fischer sahen, die ihre Netze flickten. Das Wasser war sehr schön klar.Es handelt sich hier um eine zweigeteilte Bucht.

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In der Formatges Burguera an der Straße zwischen Campos und Colonia Sant Jordi kann man den Käse der Region probieren und natürlich auch kaufen.Die Formatges Burguera ist der einzige Agrarbetrieb der Insel, der die Weiterverarbeitung der Milch selbst unternimmt. Wir haben hier den typisch mallorquinischen Käse, frischen Quark und Eier gekauft. Im Gegensatz zum Käse war der Quark mit 6,50 Euro das Kilo sehr teuer. Der Hofladen hat nachmittags von 14.30-18 Uhr geöffnet.

Da wir den ganzen Tag noch nichts gegessen hatten probierten wir die Restaurant / Bar "La Perla Negra" in Llombards aus. Diese können wir nur empfehlen, wir aßen dort einen Bauernsalat mit Feta für 5 Euro, einen gratinierten Schafskäse mit ordentlich Chili für 6 Euro, einen gegrillten Hühner bzw. Lammspieß für 7 bzw. 9 Euro, dazu Baguettebrot und Oliven, sowie eine gesalzene Nussmischung. Alles hat vorzüglich geschmeckt.

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02.04.2011 - eine Tour durch die Inselmitte - Santanyi, Porreres, Montuiri, Santa Eugenia, Santa Maria del Cami, Bunyola, Orient, Alarò

Ziel unseres heutigen Tages sollte eigentlich der Kunsthandwerkermarkt in Alarò werden.In unserem Reiseführer stand, das dieser nachmittags sein sollte, was sich später als falsch herausgestellt hat.
Wir fuhren durch die Inselmitte durch die südlichen Abhänge der Tramuntana, sowie die fruchtbaren Ebenen mit Oliven-, Orangen- und Mandelbäumen und Weinanbau. Unser erster wunderschöner Aussichtspunkt befand sich ca. 3,5 Kilometer südlich von Porreres auf einem Hügel, die Santuari de Monti-Sion, ein wirklich sehenswertes Kloster, welches heute zur Karwoche vorrangig als Herberge für Touristen und Pilger dient. Von hier oben hatten wir einen atemberaubenden Panoramablick über Porreres und Montuiri.

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Die Strecke Montuiri, Santa Eugenia, Bunyola, Orient nutzen viele Radfahrer für ihre Touren. Besonders beeindruckt waren wir von der kurvenreichen Bergstraße zwischen Bunyola und Orient.

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In Orient, einem Ort mit nur ca. 25 Häusern und einer kleinen Kirche, aßen wir im gleichnamigen Restaurant Zicklein und Junges Kaninchen. Leider war hier nur das Zicklein zu empfehlen, was aber preismäßig eher der gehobenen Kategorie zuzusprechen ist (21 Euro).

Da der Markt in Alaró leider schon vorbei war, fuhren wir mit dem Auto zum Castell de Alaró hinauf. Auch hier führte ein kurvenreicher Weg bis zum Parkplatz der Finca Es Verger, von dort sind es nochmal ca. 40 Minuten Wanderweg bis zu den Ruinen des Castells. Von dort oben hatten wir einen fantastischen Blick bis in die Bucht von Palma, zum Puig de Galatzó und dem Plateau von Randa.

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03.04.2011 Cap Blanc, Andratx Hafen, Katzenberger Café in Santa Ponca

Ein Urlaub mit Baby gestaltet sich etwas anders als üblich. So sind z. B. Wege zum Leuchtturm am Cap Blanc in der Nähe der Cala Pi teilweise unüberwindbar (zumindest mit einem Kinderwagen). Zunächst gibt es am Leuchtturm selbst keinen direkten Zugang bis an die Felsküste. Parallel läuft ein Trampelpfad, den wir mit Malte im Tragerucksack sitzend bewältigten. Eigentlich wollten wir anschließend das Castell de Bendinat oder das Castell de Son Mas besichtigen, doch leider haben wir beides nicht gefunden. So fuhren wir weiter nach Port d'Andratx und machten mit Malte im Buggy sitzend einen schönen Spaziergang durch den Ort und das Hafengelände. Dort sahen wir unter anderem viele große Yachten, aber auch einfache Fischerboote.Eine Kaffeepause legten wir im berühmt berüchtigten "Café Katzenberger" in Santa Ponca ein. Die Adresse lautet: Via Creu 15, 07180 Calvia. Leider war die "Katze" nicht im Haus, so tanzten die "Mäuse auf dem Tisch". Ein Café con leche kostete 2,90 Euro, ein Latte Macciato 3,50 Euro.

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04.04.2011 - der Westen Mallorcas - Valldemossa, Deiá, Lluc-Alcari, Sóller

Heute stand der westliche Teil Mallorcas auf dem Programm. In Valldemossa machten wir einen kleinen Rundgang durch die engen Gassen mit den vielen Cafés. Berühmt ist der Ort, weil in den Mauern des Klosters das Liebespaar Frédéric Chopin und George Sand im Jahre 1838/39 Zuflucht fand. Die Pfarrkirche Sant Bartomeu ist Catalina gewidmet, die als Heilige der Dienstmädchen gilt. Gleich hinter der Kirche gibt es auch den Catalina - Brunnen. In Valldemossa haben wir eine lokale Spezialität, 2 Coca de patata, ein Gebäck aus Kartoffelteig gekauft- einfach köstlich.

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An der Küstenstraße ab Valldemossa Richtung Nordosten befindet sich das Monestir de Miramar, ein ehemaliges Kloster mit einem wunderschönen byzantinischen Garten und gotischen Außenanlagen. Der Eintritt kostet hier 4 Euro pro Person, Kinder sind frei.
In Deiá haben wir nur einen kurzen Stopp gemacht und uns lieber das kleine, aber feine Dorf Lluc- Alcari angeschaut. Die ca. 20 Häuser dieses malerischen Ortes schmiegen sich wie in einem Bilderbuch an die Steilküste. Die Häuser gehören zu einem Hotel.
Wir fuhren weiter bis Sóller und dann die C 711 Richtung Palma, ein Teilstück kann durch den Tunnel abgekürzt werden, wir aber nahmen die kurvenreiche Strecke über den Tunnel zurück.

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05.04.2011 Salines de Levant, Botanicactus, Cala Mondrago

Da wir gestern schon so eine weite Tour gemacht hatten, wollten wir mit Malte heute nicht nochmal so viele Kilometer zurücklegen. Deshalb fuhren wir heute nur im Umkreis von ca. 20 Kilometern einige Attraktionen an. In den Salines de Levant werden jährlich rund 10000 Tonnen Salz gewonnen. Wir haben im angrenzenden Shop eine Kaffeepause eingelegt und in der Fabrik Salz gekauft ( pro kg 2 Euro).
Botanicactus ist der größte botanische Garten Europas, auf ca. 125000 qm können mallorquinische Pflanzen, sowie ein Kakteenareal bestaunt werden. Der Eintritt kostet hier 8 Euro pro Erwachsenen, Kinder bezahlen 4,20 Euro. Für Malte mussten wir in diesem Falle nichts bezahlen. Wir verbrachten hier ca. 2 Stunden und sahen viele blühende Pflanzen unter anderem Strelizien,Lavendel usw. Der botanische Garten liegt an der Ma 6100 zwischen Ses Salines und Es Llombards.
Die Bucht der Cala Mondrago ist von hier aus nicht weit. Sie liegt nahe Cala D'Or und ist von einem Naturpark umgeben. Die Bucht ist von Felsen eingerahmt und hat einen feinen Sandstrand, ideal für Familien mit Kindern. Axel war in dem für diese Jahreszeit noch recht frischen Wasser baden, Malte und ich haben eine Pause eingelegt. Außerdem wollten wir Malte nicht so der Sonne aussetzen, denn diese scheint im April schon recht heftig, so das manche Leute bereits einen Sonnenbrand hatten.

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06.04.2011 - Markttag in Sineu

Das Städtchen Sineu sollte heute unser Tagesziel werden. Es liegt geographisch in der Mitte Mallorcas, von Colonia Sant Jordi ca. 45 Autominuten entfernt. Hier ist mittwochs Markttag. Dafür mussten wir kurz nach 6 aufstehen. Für Malte etwas ungewohnt.Als wir um 8.30 Uhr in Sineu ankamen, bekamen wir noch einen guten Parkplatz direkt am Markt. Die meisten Händler waren noch dabei aufzubauen. Jedoch erledigten die meisten Einheimischen bereits um diese Zeit ihre Besorgungen und Einkäufe. Wir tranken erst einmal im Café an der Kirche einen doppelten Espresso und einen Cafe con leche für insgesamt 2,70 Euro. In der angrenzenden Bäckerei kauften wir leckere Ensaimadas und Croissants. Der Markt teilt sich in folgende Bereiche auf: oben um die Kirche herum ist der Obst- und Gemüsemarkt, dort gibt es aber auch Fisch und Honig zu kaufen. Etwas unterhalb finden sich Korbmacher, Holz -und Keramikwaren,regionale Produkte, aber auch billige Importware. Darüber liegend ist der Viehmarkt, hier werden Tiere wie Hühner, Schafe, Pferde, aber auch Hundewelpen verkauft. Für die ansässigen Bauern bietet sich hier die Gelegenheit Tiere zu erstehen. Gegen halb 10 wurde der Markt merklich voller, es empfiehlt sich also möglichst früh da zu sein.

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07.04.2011 - Artá Altstadt, Burg, Pfarrkirche, Cala Romantica, Cala Sa Nau

Artá ist ein wunderschönes kleines Städtchen an der Ostküste Mallorcas. Wir machten einen Spaziergang durch die Altstadt mit ihren vielen schönen,kleinen Geschäften. Der Eintritt in die Pfarrkirche Transfiguració del Senyor kostet eine Spende von 2 Euro pro Person. Sie besitzt 2 Portale und hat viele große, bunte Glasfenster. Leider haben wir erst auf dem Rückweg erkannt, das es auch einen leichteren Weg mit Kinderwagen oder Buggy zur Burg hinauf gibt. So musste Axel Malte mitsamt Buggy und seiner umfangreichen Fotoausrüstung die 180 Treppenstufen hinauf tragen.
Auf dem Burghügel steht die Wallfahrtskirche Sant Salvador. Von dort oben, sowie vom Burggelände selbst mit seiner Festungsmauer und Zinnen hat man einen atemberaubenden Blick auf die Altstadt von Artá. Auf dem Rückweg aßen wir beim Inder leckeres Chickencurry für 8 Euro und ein Chicken-Tandoori für 12,50 Euro.
Für einen Badestopp fuhren wir zur Cala Romantica, eine kleine, feine Sandbucht, die sich auf dem Weg von Porto Christo nach Calas de Mallorca befindet. Axel nahm ein erfrischendes Bad im glasklaren Wasser, Malte und ich genossen die Ruhe am Strand. Die Bucht der Cala Sa Nau war für heute unser letztes Ziel. Sie liegt in der Nähe von S'Horta, ein kleiner hübscher Sandstrand umrahmt von Felsen.

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08.04.2011 - Markttag in Llucmajor, Bucht Cala D' Or

Immer freitags belebt ein großer Gemüse-und Obstmarkt rund um die Placa de Espanya das Städtchen Llucmajor. Llucmajor liegt im Süden Mallorcas. Angrenzend zum Markt sind wir auch noch über einen kleinen Flohmarktbereich geschlendert. In den Cafés rund um die Placa Major lässt sich gut eine Pause einlegen, besonders schön ist das aufwendig restaurierte Jugendstilcafé Colon, welches zu den schönsten Kaffeehäusern der Insel gehört.
Schwer zu finden war am Nachmittag für uns die Bucht der Cala D' Or, am besten man orientiert sich am Hotel Cala D' Or. Hier fanden wir einen kleinen feinen Sandstrand vor, und wunderbar klares Wasser. Malte war hier mit Axel das erste mal "baden", was heißt, das Axel ihn in das doch noch relativ frische Wasser tunkte. Malte schien es aber dennoch gut gefallen zu haben.

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09.04.2011 - Port de Sóller, Cap Gros, Sóller Zentrum

Der Hafen von Sóller ist ca. 4 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Hier fährt auch der Rote Blitz bis nach Palma. Wir haben heute die schnellste und kürzeste Strecke durch den Tunnel nach Sóller genommen. Die Durchfahrt kostet für einen PKW 4,55 Euro einfache Strecke. Sóller liegt in einem fruchtbaren Tal umgeben vom Tramuntanagebirge. Hier werden Orangen, Zitronen, Feigen und Oliven geerntet. Im Hafen haben wir eine Kaffeepause im Cafe Albatros eingelegt und somit die heiße Mittagszeit überbrückt. Espresso 1,20 Euro, Café con leche 1,60 Euro.
Vom Leuchtturm am Cap Gros hat man einen schönen Blick auf das fast perfekte Rund der Bucht von Port de Sóller. Hier oben starten auch mehrere schöne Wanderwege.
Im Zentrum sind wir zur lebhaften Placa Sa Constitució mit der sehr schönen Pfarrkirche Sant Bartomeu gelaufen.Nebenan ist gleich das Rathaus zu finden. Immer samstags ist hier in der Halle ein großer Markt. Im bekannten Café Geovanni L. haben wir leckeres Eis gegessen (Kugel 1,20 Euro).

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10.04.2011 - Strände und Buchten im Süden Mallorcas

Heute standen einige Strände und Buchten im Süden Mallorcas auf unserem Programm. Wir wollten vorrangig Strände finden, die noch nicht so bekannt sind, dies ist uns auch teilweise gelungen, jedoch waren die Buchten auch sehr schwer mit dem Auto anzufahren. Die Cala Llombarts ist fjordähnlich, sie hat ein Pinienwäldchen im Rücken und ist sehr malerisch. Die Calo de Macs ist eine kleine Felsenbucht, die noch nicht so bekannt ist und versteckt neben der Cala Lloombarts in Richtung Santanyi liegt. Hier war kein anderer Mensch zu entdecken. Die Cala Santanyi schließt sich an die Cala Figuera an und wird besonders von Familien geschätzt. Hier haben wir heute nicht gebadet, da sehr viel Strandgut lag und kein Schattenplatz zu bekommen war. So fuhren wir weiter zum Torre d`en Beu, der angrenzend zum Parc Natural de Mondragó liegt. Von diesem Aussichtspunkt hat man einen atemberaubenden Blick auf die Felsküste Cap d'es Moro.
Die Platja S'Amarador wurde 2008 zum besten Strand Europas gewählt, er liegt direkt im Naturpark Mondragó. Hier zieht es am Wochenende viele Familien zu einem Ausflug hin, da oberhalb der Bucht auch ein Bereich für ein ausgiebiges Picknick zur Verfügung steht. Da aber auch hier viel Strandgut lag und kein Schattenplatz zu finden war, konnten wir mit Malte auch hier nicht baden gehen. Um die Mittagszeit fuhren wir nach Santanyi hinein und aßen im "Marktwirtschaft" leckeres Thom Kaa Gai (8,50 Euro), Datteln im Speckmantel (6,80 Euro), sowie ein Wokgericht mit Kokos-Curry-Sauce und Hähnchenfleisch (14 Euro). Die Cala Sa Barca Trencada war unser letzter Strand an diesem Tag, den wir uns anschauten und in dem Axel und Malte ein kurzes Bad nahmen. Leider war auch hier noch nicht das Strandgut von der Wintersaison geräumt, auch die umliegenden Hotels bzw. Apartmentanlagen waren noch nicht geöffnet. Deshalb war es hier noch sehr ruhig, was aber sicherlich in der Hochsaison anders aussieht, schade, denn auch diese kleine Bucht ist noch relativ unbekannt und im Reiseführer nicht erwähnt.

Cala Llombarts
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11.04.2011- Palma- Mallorcas Hauptstadt

Stationen eines Rundgangs durch Palma:

Wir parkten im Parkhaus direkt unter der Kathedrale La Seu (Stunde 1,75 Euro). Die Kathedrale liegt am höchsten Punkt im Zentrum der Altstadt. Von hier aus hat man einen schönen Blick über die Bucht von Palma. Vorbei an den Jardines de S'Hort del Rei, dem Königsgarten mit Wasserbecken und verspielten Statuen, schlenderten wir den Passeig de Born in Richtung Kirche Sant Nicolau.
An der Placa Cort sieht man das Ayuntament, das Rathaus vom Palma.
Die Kirche Santa Eulália besticht vor allem durch ihr mit Fabelwesen, Wasserspeiern und Heiligen geschmückten Eingangsportal. Sie ist neben der Kathedrale La Seu die einzige dreischiffige Kirche Palmas.
An der Placa Weyler trifft man auf das Theatre Principal und das Gran Hotel, welches mit ihrer imposanten Jugendstilfassade beeindruckt.
Der opulente Jugendstileingang des Forn des Teatre sticht ins Auge. Hier kann man unter anderem auch die berühmten Ensaimadas kaufen.

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Da wir erst gegen 13 Uhr am Mercar de l'Olivar ankamen, hatten die meisten Stände bereits geschlossen. Dennoch kann man hier gut frisches Obst und Gemüse, Fisch, sowie Fleischerei- und Backwaren kaufen. Der frische Spinat war am Abend ein köstliches Mahl, kein Vergleich zur gefrosteten Ware. Mit lecker Kartoffelmus und Spiegelei, war dies ein super Abendessen.
Auf der Rambla sind vor allem Stände von Blumenverkäufern zu finden. Vorbei am Casal Solleric dem größten Privatpalast Palmas aus dem 18. Jahrhundert, endet unsere Besichtigung Palmas heute an der Kathedrale La Seu.

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12.04.2011 - Nordöstliche Tramuntana: Fornalutx, Sa Calobra, Cala Tuent

Fornalutx liegt inmitten von Zitronen- und Orangenhainen. Das Dorf wurde schon mehrfach zum schönsten Spaniens gewählt. Es hat wunderschöne enge Gassen, rustikale Steinhäuser und steile Treppen, die uns leider mit dem Buggy etwas zum Verhängnis wurden. Also kein Ort der unbedingt mit einem Kinderwagen besichtigt werden sollte. Die Pfarrkirche stammt aus dem 17. Jahrhundert und steht im Ortskern an der Placa d'Espanya. Das Restaurant Bella Vista, wo wir noch bei unserem letzten Mallorcaurlaub gegessen hatten, steht mittlerweile zum Verkauf und ist derzeit geschlossen. Auf dem Weg zur Calobra kamen wir an 2 Stauseen (u.a. Gorg Blau) vorbei, sowie am höchsten Berg Mallorcas, dem Puig Major.
Die Calobra ist eine 12 Kilometer lange Straße, die sich mit vielen abenteuerlichen Kurven bis hinunter zum Meer windet. Unten angekommen kann eine Wanderung durch den Torrent de Parreis unternommen werden. Leider verirren sich hier mittlerweile ganze Menschenmassen, so das sich auch viele Reisebusse die Sa Calobra hinauf quälen. Etwa 4 Kilometer entfernt liegt die Bucht Cala Tuent, ein natürlicher Stein/Kieselstrand, der sicherlich für einen Badestopp zu empfehlen ist. Wir haben hier allerdings nicht gebadet, da wir mit unserem heutigen Ausflugsziel Maltes Geduld Auto zu fahren schon arg strapaziert hatten. Die Rückfahrt erfolgte über Escorca, Selva, Inca, Sencelles, Montuiri nach Colonia Sant Jordi. Eine Fahrt über die landschaftlich reizvolle Inselmitte lohnt sich auf alle Fälle. Es wird Wein angebaut, man sieht viel landwirtschaftlich genutzte Flächen. Hier kann man noch das ursprüngliche Mallorca entdecken.

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13.04.2011 - Castell de Santuari, Cala Mesquida, Cala Ratjada, Sa Font dela Cala, Platja de Canyamel, Cala Ferrera

Ein sicher noch relativ unbekanntes Ausflugsziel auf Mallorca ist das Castell de Santuari, eine Burgruine mit spektakulärem Blick auf die Landschaft der Serrania. Dafür fährt man auf der Ma 14 Richtung Felanitx und dann eine ca. 2 km lange Straße durch ein unberührtes Stück Mallorca.
Die 7 km nördlich von Cala Ratjada gelegene Cala Mesquida ist der einzige Dünenstrand Mallorcas. Hier wehte heute die rote Fahne, es durfte also leider nicht gebadet werden. Dafür gab es hier wunderbar große Wellen. Bei einem kurzen Spaziergang durch den Hafen von Cala Ratjada stellten wir übereinstimmend fest, das dieser Ferienort so gar nichts für uns wäre. Nun suchten wir noch einen geeigneten Badestrand. Die Sa Font dela Cala ist eine kleine Bucht an der am heutigen Tag Beachvolleyball gespielt wurde und die leider auch keinen Schattenplatz hatte. Die Platja de Canyamel war noch nicht für die Badesaison gesäubert, so fuhren wir weiter zur Cala Ferrera in der Nähe von Cala D'Or. Auch dies ist nur eine kleine Sandbucht, die aber gegen 17 Uhr noch voller Familien mit Kindern war. Axel nahm hier ein kurzes Bad.

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14.04.2011 - Castell Bellver, Cala Pi, Platja des Trenc

Heute sind wir erst gegen Mittag gestartet. Das Castell Bellver liegt oberhalb der Bucht von Palma und ist eine der wenigen kreisförmigen Burgen Europas. Sie ist etwa 800 Jahre alt. Von außen gibt sie sich wehrhaft und im Waffenhof mit der doppelten Bogengalerie fast verspielt. Der Eintritt kostet 2,50 Euro/ Erwachsenen.
Anschließen wollten wir an der Cala Pi eine Badepause einlegen, die vielen Treppenstufen sind wir dann aber doch nicht die Bucht hinuntergegangen, da sehr viel Treibgut am Strand lag. So tranken wir nur einen Kaffee dort. Auch an der Platja Es Trenc war kein Einstieg ins Meer möglich. Der sonst so schneeweiße Strand war übersät von Treibgut. Eine sehr rüde Art legte der Parkplatzwächter des mittleren Strandbereiches an den Tag. Als wir gegen 17 Uhr dort ankamen wollten wir lediglich schauen, ob auch in diesem Bereich so gar kein Baden möglich ist. Der "nette" Herr verweigerte uns den kostenfreien, kurzfristigen Halt. Er bestand um diese Uhrzeit noch auf seinen 4 Euro Parkgebühren, ansonsten sollten wir verschwinden. Unser Resümee aus dieser Reaktion war, das wir in Colonia Sant Jordi am Es Trenc - Strandbeginn schauten, ob die Situation vor Ort die selbe war, und uns dann entschlossen, morgen dort zu baden.Hier war der Zugang ins Meer möglich, ohne Parkgebühren löhnen zu müssen.

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15.04.2011 - Natura Parc Santa Eugenia, Töpfereien in Portol bei Marratxi

Die Inselmitte war heute noch einmal unser Ziel. In Santa Eugenia, auf der Straße nach Sineu am km 15,4 gibt es den Natura Park. Der Eintritt kostet 9 Euro für Erwachsene, Kinder unter 3 Jahren sind kostenfrei. Sehen kann man hier eine Vielzahl an heimischen und exotischen Tieren z. B. Strauße, Waschbären, Schildkröten, Lemuren, Zebras, sowie viele Vogelarten wie Bartgeier, schwarze Schwäne, Flamingos.

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Ein Stückchen weiter in Portol bei Marratxi gibt es einige kleine Töpfereien, z.B. Sa Roca Llisa auf der gleichnamigen Straße. Ebenso gibt es die Töpferei Olleria Ca'n Vent. Oder die Gerreria Pere Coll an der Cals Ollers 23, wo wir ein paar schöne mallorquinische Tassen und einen Gecko erstanden haben. Wir durften bei der Herstellung der Töpferwaren zuschauen. Gerne hätten wir noch mehr schöne Sachen gekauft, doch leider lässt das unser Freigepäck am Flughafen nicht zu.

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16.04.2011 - Es Trenc Strand, Restaurant "Strandkorb" in Colonia Sant Jordi

Unseren letzten Tag auf Mallorca gingen wir ruhig an, wir genossen noch etwas Zeit am Es Trenc Strand, Axel ging noch einmal im Meer baden, Malte und ich sahen "Papi" dabei zu. Gegen Mittag wurde der Strandbereich immer voller. Das Wasser war heute schön klar.
Am Nachmittag gingen wir für unsere Kaffeepause ins Cafe/ Restaurant "Strandkorb" in Colonia Sant Jordi. Zum Kaffee gab es einen Erdbeer-Rhabarber-Crumble mit Vanillesauce (5,50 Euro) und eine große Tapasauswahl (11,50 Euro) mit eingelegten Piementos, Hackbällchen in Tomatensauce, Fisch, Hähnchen mit Ananas und Shrimps in einer Knoblauch- Basilkum-Pesto.
Am späten Nachmittag hieß es Koffer packen für unseren sehr frühen Flug morgen.
Insgesamt sind wir in diesem Urlaub ca. 2300 Kilometer über die Insel Mallorca gefahren und haben viele schöne Ecken gesehen. Wir können Jedem nur empfehlen auch mal Strecken abseits der üblichen Wege zu entdecken.

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17.04.2011 - Rückflug

Auch den Rückflug hat Malte ohne Probleme gemeistert. Unsere Maschine startete bereits um 8.05 Uhr, so hatten wir noch den ganzen Sonntag um uns im kalten Deutschland wieder.

Unsere Erfahrungen für Reisen mit Kleinkind/Baby in Spanien

Also, was sollte man beim Reisen mit einem Kleinkind beachten?

In Spanien gibt es in den meisten Hotels /Appartements nur gechlortes Wasser, es können aber in jedem Supermarkt 5 - Liter - Kanister normales Wasser gekauft werden.
Auch Babynahrung ist auf Mallorca erhältlich, im normalen Supermarkt gibt es die Marke Hero, dessen Milchpulver unser Sohn sehr gut vertragen hat. Auch die spanischen Breigläschen sind zu empfehlen, es gibt keinen Qualitätsunterschied. Natürlich gibt es im Schlecker- oder Müllermarkt auch die bei uns bekannten Marken z.B. Hipp, Nestle usw., allerdings mit geringem Preisaufschlag. Auch Windeln müssen nicht unbedingt von Deutschland aus mitgebracht werden, diese sind ebenfalls in fast jedem Einkaufsmarkt erhältlich.

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Das Wichtigste für eine Reise mit Baby dürfte wohl sein, dass immer Spielzeug für den kleinen Spatz da ist, mit dem er etwas abgelenkt werden kann. Besonders auf längeren Tagestouren hat sich dies bei uns bewährt. Natürlich ist das Spielzeug auch immer etwas Vertrautes in einer neuen Umgebung.
Uns ist leider in Spanien /Mallorca negativ aufgefallen, das in den meisten Restaurants oder Cafes keine Wickelmöglichkeit für Babys zur Verfügung steht. So mussten wir Malte oftmals im Kofferraum unseres Mietwagens wickeln, was sich teilweise sehr umständlich gestaltete. Eine Milchflasche wird aber fast überall auf Anfrage warm gemacht. Die Spanier sind sehr kinderlieb, was aber auch bedeutet, das sich einige die Freiheit raus nehmen, das Kind auch ohne Nachfrage bei den Eltern anzufassen. Bei Ausflügen ist zu beachten, das ein Baby/Kleinkind mit Buggy / Kinderwagen nicht überall mit hin genommen werden kann (z. B. bei Besichtigungen von Burgen, Stränden oder anderen Sehenswürdigkeiten mit vielen Treppen). Es empfiehlt sich also immer ein Tragetuch oder eine Babytrage ( Babybjörn usw.) dabei zu haben. Eine Selbstverständlichkeit dürfte sein, das die Eltern darauf achten, das ihr Kind auch bei gemeinten schwächeren Sonnenstrahlen mit einer Sonnencreme ab Lichtschutzfaktor 30 + eingecremt wird. Unser Sohn ist sehr hellhäutig, wir haben sogar eine Creme mit LSF 50 benutzt. Sehr hilfreich war ein Hut mit Nackenschutz, sowie ein Sonnenschirm am Buggy.
Bei der Planung der Touren ist zu beachten, das auch das Baby nur eine gewisse Zeit an Geduld und Aufnahmefähigkeit mitbringt. Unsere Erfahrung zeigt, das immer wieder Pausen eingelegt werden müssen, sei es zum Schlafen, Füttern oder Kuscheln. Wir würden empfehlen für Flugreisen einen etwas preisgünstigeren Kinderwagen oder Buggy mitzunehmen, da uns aufgefallen ist, das am Flughafen auch die sehr teuren Kinderwagen z.B. Marken Teutonia usw. nicht sonderlich schonend behandelt werden. Es wäre doch schade um das gute Stück!

Hier geht es weiter zu unseren Mallorca Tipps. Viel Spaß beim entdecken und hoffentlich ist für den einen oder anderen etwas neues dabei.