Schweden 2009 :: Axel und Katja im Småland - Teil 1

Unser Urlaub in Schweden begann mit einem Abstecher nach Hamburg und Kopenhagen

28.08.2009 - Musical König der Löwen in Hamburg

Unser Urlaub im Småland begann mit einem Besuch bei Freunden in Hamburg. Leider war die Zeit äußerst knapp bemessen. Erst sind wir von Essen nach Hamburg gefahren und quälten uns dafür über die A1. Schließlich in Hamburg angekommen konnten wir den Nachmittag genießen. Mit unseren Freunden gingen wir dann zu BOK im Hamburger Schanzenviertel (eine wirkliche Empfehlung für Jeden der asiatische Gerichte oder Sushi mag).

Der Höhepunkt des Abends war ein Besuch des Musicals "König der Löwen". Die Bühnenbilder und die Kostüme waren wirklich die besten, welche wir bisher in einem Musical gesehen haben.

29.08.2009 - Auf nach Kopenhagen...

Heute früh frühstückten wir noch ganz gemütlich. Anschließend ging es auf nach Kopenhagen.
Hier gehts zu unseren Erlebnissen in Kopenhagen...
(unseren Kopenhagenbericht habe ich auf eine extra Seite ausgelagert, da wir insgesamt 3 Tage in Kopenhagen waren. Je einen Tag vor unserem Schwedenurlaub und zwei danach.)

30.08.2009 - Öresundbrücke, Fågelsudd...

Heute früh fuhren wir von Kopenhagen aus über die 14 km lange Öresundbrücke. Zuerst fährt man dabei durch einen Tunnel bis zur Insel Peberholm. Ab hier geht es dann auf die Öresundbrücke.
Die Überfahrt dauerte ca. 20 Minuten und kostet für einen PKW kleiner 6m 39 Euro.
Schweden erreicht man kurz unterhalb von Malmö. Danach fuhren wir weiter über Lund, Kristianstad, Karlshamn, Karlskrona und Kalmar nach Fågelsudd, wo wir für die nächsten 14 Tage unser Ferienhaus hatten. Die Vermieter kennen wir schon länger.

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Das Ferienhaus war sehr schön und mit allem eingerichtet, was man so braucht. Dazu gehörte ein Backofen, eine komplett ausgestattete Küche mit Mikrowelle und Kühl-Gefrierkombi.

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Im Bad stand auch eine Waschmaschine. Außerdem gab es eine überdachte Terrasse mit 2 Tischen und ein kleines Häuschen "Annex" für 2 weitere Personen. Insgesamt können so im Ferienhaus bis zu 6 Personen ( ca. 4 Erwachsene + 2 Kinder ) wohnen.
Wir räumten unser Auto aus und gingen durch den Wald in Richtung Ostseeküste, um Pilze zu sammeln. Pilze gab es keine, dafür aber Blau-, Brom- und Preiselbeeren am Wegesrand. Wir hoffen, dass es die nächsten Tage etwas wärmer wird und wir wieder mit dem Fahrrad Pilze sammeln können.
Am kleinen Naturhafen lagen einigen Boote, eins davon gehört zu dem Ferienhaus dazu.

In Timmernabben entdeckten wir eine kleine Fischräucherei mit zugehörigem kleinen Bistro. Im September hat diese nur von Dienstag bis Sonntag geöffnet.
Den leckeren geräucherten Fisch kann man auch hier in Deutschland bekommen. Am besten dazu folgende Internetseite anschauen: Skandinavienfisch.de (Fisch von Nabbens Rökeri & Fisk, Timmernabben bei Kalmar)

31.08.2009 - Kalmar Wasserschloss, Kalmar City und Öland...

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Nach unserer ersten Nacht im Ferienhaus fuhren wir gegen 10 Uhr nach Kalmar. Kalmar ist ca. 25 km entfernt, mit dem Auto in ca. 20 Minuten zu erreichen. Man kann kostenlos am Kalmarer Schloss parken. Das Renaissance-Schloss wurde im 13. Jahrhundert angelegt und war zeitweise Regierungssitz der schwedischen Könige. Es liegt wunderbar idyllisch am Kalmarsund. Es hat typisch runde Türme aus der Wasa-Zeit Mitte des 16. Jahrhunderts. Im Innenhof befindet sich ein reich verzierter Brunnen. Der Eintritt in das Schloss kostet ca. 8 Euro.

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Wir gingen in das Zentrum von Kalmar. Auffällig war der schöne Turm namens Västerport direkt am Kanal. Die Domkirche aus dem 17. Jahrhundert liegt am Großen Markt mitten in Kalmar. Drumherum sind viele kleine Einkaufs- und Bummelgassen mit schönen, gut erhaltenen Häusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Wenn man an den Yachthafen geht, kommt man zum Kalmar Läns-Museum und dem Schifffahrtsmuseum. Auch die Ölandbrücke ist von dort gut zu sehen.
Wir fuhren am Nachmittag über die Ölandbrücke, um in Färjestaden Lebensmittel einzukaufen.
Dort verschafften wir uns einen ersten Eindruck. In den nächsten Tagen wollen wir noch einen Tagesausflug auf die Insel machen, weil es dort noch viel zu sehen gibt.

01.09.2009 - Timmernabben, Oskarshamn und Emån...

In Timmernabben haben wir heute morgen in der Fischräucherei frischen, schwedischen Lachs, Regenbogenforellen und geräucherten Lachs gekauft.
Danach sind wir ins 50 km entfernte Oskarshamn gefahren und wollten dort ursprünglich in die Liljeholmens Kerzenfabrik. Leider hatte der Fabrik-Verkauf zu, ab September ist nur am Donnerstag und am Freitag von 10-16 Uhr geöffnet. So sind wir dann an der Marina entlang gelaufen, hier verkehren die Fähren nach Gotland und zur Insel Blaue Jungfrau.
Im Stadtkern gab es wenig Sehenswertes. Lediglich die Kirche mit der schönen gepflegten Parkanlage lud zum Verweilen ein.
Am Ortsausgang haben wir einen Abstecher beim Frederiksberg Hergård gemacht, ein sehr gepflegtes Herrenhaus. Auf dem Rückweg hielten wir am Fluss Emån, landschaftlich sehr schön gelegen. Dort stand ein Fischer und angelte im Fluss. Man kann den Fluss bis fast zur Ostsee entlang laufen.

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02.09.2009 - Glasreich und Elchpark Grönåsens bei Kosta...

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Smaland bzw. die Gegend um Kalmar ist für sein Glasreich bekannt. Deshalb fuhren wir heute in verschiedene Glasfabriken, u.a. nach Johansfors, Skruf, Sea, Kosta und Orrefors. Jede Hütte hat ihre eigenen Besonderheiten. In der Skruf-Glasfabrik haben wir beim Glasblasen zugeschaut. Kosta ist die älteste und bekannteste Kristallglashütte Schwedens und wurde 1742 gegründet.
Die Glashütte in Orrefors feierte 1998 ihr hundertjähriges Bestehen. Der Schwerpunkt der Produktion liegt immer noch auf schwerem Bleikristall.
Natürlich haben wir auch etwas gekauft. Meist sind die Glaswaren in bunten Farben gehalten und haben ausgefallene Formen.

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Verbunden haben wir unsere Tour mit einem Besuch in Grönåsens Elchpark in der Nähe von Kosta. Der Eintritt kostete 50 Kronen pro Person, man kann einem 1300 Meter langem Pfad folgen und dabei Elche von verschiedenen Aussichtstürmen beobachten. Der Elch ist das größte Hirschtier der Erde mit über 2 Metern Schulterhöhe und einem Lebendgewicht von bis zu 800 Kilo. In Schweden gibt es ca. 300000 Elche, wovon jedes Jahr ca. 100000 Tiere abgeschossen werden dürfen. Elche können bis zu 25 Jahre alt werden. Von September bis Oktober ist Brunftzeit. Da kann man abends schon mal die Elche im Wald rufen hören...

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03.09.2009 - Abodacafe & Restaurant bei Aboda Klint (nähe Högsby)...

Heute regnete es wie aus Kübeln. Wir hatten gar keine richtige Lust unseren Fuß vor die Tür zu setzen. Da wir aber auch mal die schöne Aussicht des Abodacafe genießen wollten, entschlossen wir uns trotz des Regens nach Aboda Klint zu fahren und dem Cafe nebst dem großen Aussichtsturm einen Besuch abzustatten. Die Strecke führt ca. 50km durch Schwedens Wälder, allerdings war dies bei dem Regen nicht so ein wirkliches Vergnügen. Endlich beim Cafe und Aussichtspunkt angekommen bot sich uns ein toller Blick über den nahe liegenden See und die schier endlosen Wälder.
Da sich unsere Hoffnung nicht bestätigte , dass der Regen sich noch verzieht, entschlossen wir uns das "Onsdagbuffet" im Cafe zu genießen. Für 80 SEK pro Person bekamen wir ein schwedisches Buffet mit "Kötbullar" (die schwedische Version der Hackfleischbällchen), Nudeln mit einer sehr gehaltvollen Becamelsoße, jeder Menge frischen Salaten (leckeren Kraut-, Bohnen-, Apfel-, Garnelen- und grünen Salat), Kartoffelmus, gebratenen Würstchen und Bratkartoffeln, Himbeerwasser (frisches Wasser mit Himbeeren) und Kaffee.

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Den Rückweg fanden wir dank Navi (welches uns übrigens ganz prima hier nach Schweden geleitet hat) auch über ganz abgelegene kleine Straßen sehr gut. Dabei entdeckten wir einen sehr schönen Ort an einem See (im Ecopark Hornsö) wo man prima wandern gehen kann.
Den restlichen Nachmittag verbrachten wir im Ferienhaus. Erst am Abend hörte es auf zu regnen.

04.09.2009 - Öland - Schloss Solliden, Borgholm Schlossruine, Leuchtturm Långe Erik...

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Ein Tagesausflug nach Öland lohnt sich auf alle Fälle. Öland ist von Kalmar aus über die gleichnamige Brücke zu erreichen.
Auf Öland findet man lange Sandstrände, kleine Buchten und Bademöglichkeiten zwischen Kalksteinklippen. Aber auch jede Menge Golfplätze, kleine Fischerhäfen und Natur pur.
Rund 350 Windmühlen bestimmen heute das Inselbild. Die meisten von ihnen wurden im 19. Jahrhundert erbaut, allerdings wurde wahrscheinlich schon im Mittelalter das Mehl mit Windkraft gemahlen. Die Mühlen werden von ihren Besitzern und Heimatvereinen liebevoll gepflegt.

Erster Halt unserer Tour war Schloss Solliden. Das Schloss ist während des gesamten Sommerhalbjahres geöffnet.Wunderschön ist der sehr gepflegte Park, der Eintritt kostet pro Person 70 SEK. Das schwedische Königspaar verbringt auf Schloss Solliden regelmäßig ihren Urlaub.

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Von Schloss Borgholm, welches 1569 erbaut wurde und einst ein prachtvolles Renaissanceschloss war, sind heute nur noch Ruinen erhalten. Das Schloss wurde 1806 durch einen Brand zerstört.

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Böda Sand bietet einen feinen ,weißen Sandstrand, der angegliederte Campingplatz ist gut frequentiert. An der nordwestlichen Küste findet man zum Beispiel in Djupvik und Sandvik Stein- und Klippenstrände.
In Källa fanden wir eine sehr schöne alte Kirche vor.
Unsere Tour führte uns heute bis an die nördlichste Spitze Ölands bis zum Leuchtturm Långe Erik und zurück umfasste ca. 280 Kilometer.

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Nach Fågelsudd wollten wir zuerst die Fähre von Byxelkrok nach Oskarshamn nehmen, jedoch schreckte uns der Preis von ca. 650 SEK ab. So fuhren wir doch wieder die Landstraße über Kalmar zu unserem Ferienhaus zurück.

05.09.2009, 06.09.2009 - Pilze sammeln und ausruhen...

Da wir die letzten Tage ziemlich viel unternommen und gesehen haben, wollten wir es heute etwas ruhiger angehen lassen.
Wir gingen in den Wald hier in der Nähe und suchten Pilze, schließlich waren wir ca. 2,5h unterwegs. Das Ergebnis waren 7 Pilze (1 Birkenpilz, 1 Rotkappe, der Rest Maronen). Satt geworden sind wir von den paar Pilzen nicht, aber für eine Scheibe Brot hat es gereicht.

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Seit einiger Zeit backen wir übrigens unser eigenes Sauerteigbrot, welches immer sehr lecker schmeckt. Gerade hier in Schweden macht sich das eigene Brot hervorragend, weil hier das Brot meist süß schmeckt. Das ist schon ziemlich gewöhnungsbedürftig. Ich mag das süße Brot persönlich gar nicht. Dann eher noch Toastbrot...
Übrigens ist in Schweden selbst der eingelegte Hering süß im Geschmack.

Hier gehts zur zweiten Woche unserer Schwedenreise...