Schweden 2009 :: Axel und Katja im Småland - Teil 2

zweiter Teil unserer Schwedenreise...

07.09.2009 - Eksjö, Skurugata (eine lange und schmale Felsenschlucht)...

Heute suchten wir uns als Tagesziel das kleine Eksjö aus. Der Ort ist ca. 170 km von Fågelsudd entfernt. Man benötigt ungefähr 2,5 h um ans Ziel zu kommen.
Eksjö hat eine hübsche kleine Altstadt, die noch aus den historischen zweistöckigen Häusern besteht. Die Häuser sind bunt angestrichen und haben meist hübsche, kleine Innenhöfe. Einige sind auch zu kleinen Gärten umgestaltet (ein Beispiel ist z.B. der Aschanska Garden). Ein kleiner Fluss fließt durch die Stadt und schafft eine gemütliche Atmosphäre. Es gibt auch einige kleine Restaurants, die auf uns einen urgemütlichen Eindruck machten. Auch ein asiatisches Lokal gab es.

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Ca. 10km entfernt von Eksjö in nördlicher Richtung, liegt Skurugata. Hier gibt es eine ungefähr 800m lange Schlucht, die aus Porphyr besteht. Die Wände sind bis zu 60m hoch und bemoost. Eine eigenartige Stimmung umfängt einen, wenn man die wenige Meter breite Schlucht entlang geht. Festes Schuhwerk ist hier sehr zu empfehlen. Der Wald rund um Skurugata sieht aus wie ein Märchenwald. Es ist sehr feucht hier und daher gibt es viele bemooste Felsen. Auch die Bäume sind teilweise mit Flechten bewachsen.

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08.09.2009 - Fahrradtour von Fågelsudd nach Timmernabben

Heute wollten wir einmal das Auto stehen lassen und beschlossen nun endlich unsere kleine Radtour zu machen. Diese führte von Fågelsudd über Patamalm, Korpemåla, Pataholm, Strömsrum nach Timmernabben.

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Patamalm ist ein kleines Dörfchen, welches nur aus ein paar Häusern besteht. Korpemåla ist ein kleines Feriendorf ähnlich wie Fågelsud. Hier machen die Schweden selbst gern Urlaub und viele wohnen auch gleich hier in der ländlichen und ruhigen Umgebung. Auch in der Nähe unseres Ferienhauses gibt es einige Schweden, die hier wohnen und in Kalmar arbeiten.
Wenn man dann von Korpemåla weiter die Landstraße (die übrigens bei weitem nicht so befahren ist, wie man das vielleicht von Deutschland gewöhnt ist!) entlang radelt, kommt man nach Pataholm. Kurz vorher kann man noch rechts in eine kleine Straße abbiegen und kommt dabei sehr schnell ans Meer. An einem Steg kann man auf die kleinen Inseln blicken und sich herrlich entspannen. Heute konnten wir sogar einen Fischer beobachten, der seine Netze auswarf.
Wenn man dann um die kleine Bucht herum in den Hafen von Pataholm fährt, hat man auch hier einen tollen Blick über die ganze Bucht.

Etwas weiter geht es nach Strömsrum, einen ehemaligem Herrensitz mit Herrenhaus. Auch heute gibt es hier einen landwirtschaftlichen Betrieb. Viele Kühe stehen auf den Weiden rundherum. Zu dem Anwesen hin führt eine wunderschöne Allee, die sich auch in der abgehenden Straße fortsetzt. Man fühlt sich hier gleich in eine andere Zeit versetzt. Leider konnte man das Herrenhaus nicht besichtigen, aber wir können uns gut vorstellen, dass die Besitzer anderes zu tun haben, als dauernd Besucher herumzuführen.

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In Timmernabben gibt es neben dem schönen Hafen auch eine Fischräucherei. Hier kann man im angeschlossenen Bistro lecker Fisch essen. Gleich daneben ist der kleine Laden, wo Fisch aus Skandinavien angeboten wird. Der hier geräucherte Fisch ist sehr lecker. Am Hafen ist es schön ruhig und heute war es bei bestem Sonnenschein richtig entspannend sich hier hin zu setzen und einfach das Flair zu genießen. Wir sind beide absolute Fans von Wasser und Me(eh)r und so gibt es für uns einfach keine Alternative...
Der Rückweg war durch den aufkommenden Wind etwas mühsamer, als der Hinweg. Insgesamt war die Tour ca. 25km lang. Den Abend ließen wir dann bei gegrilltem Hühnchen und lecker Kartoffelsalat ausklingen.

09.09.2009 - Öland, Stora Alvaret, Långe Jan, Eketorp

Heute fuhren wir bei strahlendem Sonnenschein auf der Insel Öland Richtung Süden. Die Insel Öland ist eine Platte aus uralten Sedimentgesteinen, vor allem Kalk.
Die letzte Eiszeit hat ausgedehnte, nur dünn mit Humus bedeckte Kalkheiden (schwedisch:alvar) hinterlassen. Das "Stora Alvaret" (die Kalkheidenlandschaft im Süden Ölands) bildet ein in Europa einzigartiges Biotop. Die Parzellen Gynge und Mysinge sind besonders durch ihr offenes Landschaftsbild geprägt. Jahrtausendelange Beweidung hat die verschiedenen Alvartypen geprägt. Nördlich und südlich des Weges unterschiedlich. Dort wo kein Vieh weidete haben sich Wacholdersträucher ansiedeln können. Auch Schlehenbüsche haben wir gesehen (Die Schlehen sind kleine Pflaumen, die man auch in Alkohol+Zucker einlegen kann. Dies ergibt dann einen sehr leckeren likörartigen Schnaps).
Auf den vom Vieh beweideten Flächen wachsen eher Orchideen. Der größte See des "Stora Alvaret", der Möckelmossen, beheimatet viele Vogel- und Schmetterlingsarten. Steinsetzungen, Grabhügel oder Gebäudereste zeugen von frühhistorischer Besiedlung.

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In Gettlinge Gravfält haben wir Steingräber und eine wunderschöne alte Windmühle gesehen. Man konnte sogar einen Blick in die Mühle werfen und sowohl das Mühlrad als auch den Mahlstein sehen. Die Mühlen konnten früher in die Richtung gedreht werden aus der der Wind kam. So konnte man den Wind besser nutzen um das Getreide zu mahlen.

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Der Leuchtturm Långe Jan liegt im Naturreservat Ottenby. Das Naturreservat ist zugleich auch eine Vogelbeobachtungsstation. Mit einem gutem Fernglas kann man hier mehr als 20 verschiedene Vogelarten beobachten. Wir versuchten mit der Videokamera und dem Fotoapparat Aufnahmen von Wildgänsen zu machen, konnten aber leider nicht nahe genug heran kommen. Außerdem wollten wir die Vögel natürlich auch nicht stören.

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Die Burg in Eketorp war unser letztes Ziel, der Eintritt kostete pro Erwachsenen 75 SEK (ca, 7,50 EUR). Die Burg stammt noch aus der Eisenzeit (ca. 400 -650 n. Chr.) wurde aber bereits schnell zu klein und deshalb mehrfach umgebaut. Unter dieser gab es eine noch weit ältere aus dem 4. Jahrhundert. Die Häuser lagen teils am Rand und das "Häuptlingshaus" in der Mitte der Anlage. Wie im Mittelalter üblich lebte innerhalb der Burganlage auch das Vieh um vor Angriffen geschützt zu sein. Die Häuser waren mit Truhen, Fellen, Schemeln, Hausrat und Tischen eingerichtet.

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10.09.2009 - Ausflug nach Böta kvarn; Pilze, Preisel- und Heidelbeeren sammeln im Hornsö Ecopark

Heute wollten wir nichts Großes unternehmen, nur ein wenig im Wald unterwegs sein, ein paar Pilze sammeln und dann noch in Timmernabben ein bisschen Fisch fürs Abendbrot "jagen"...
Aber es kommt immer anders als man denkt. Wir hatten uns erhofft in Böta kvarn (kvarn heißt meines Wissens Mühle) vielleicht eine schöne Mühle zu entdecken, aber das erwies sich als Irrtum.
Also fuhren wir zunächst in den Hornsö Ecopark bei Stensjöhyltan und hielten am einem wunderschönen See um Pilze zu sammeln. Dafür gingen wir über eine kleine Brücke und liefen am Seeufer einen schmalen Weg entlang. Leider ließ sich nicht ein einziger Pilz blicken, dafür war die Landschaft wunderschön. Unterwegs erblickten wir jedoch jede Menge Preiselbeeren, welche übrigens ein altes Hausmittel gegen Fieber sind. So beschlossen wir umzukehren und statt dessen die vielen leckeren Preiselbeeren zu sammeln. So hatten wir am Ende ca. ein halbes Kilo Preiselbeeren und ca. 2 Hände voll Heidelbeeren. Zwar ziemlich frustriert, dass wir keine Pilze gefunden hatten, aber auch sehr erfreut über die Beeren machten wir uns auf zu unseren Auto um zurück zu fahren. Katja saß schon im Auto und ich ging einfach noch mal ein paar Schritte in den Wald. Aber was erblickten meine Augen?? Ich sah einen Birkenpilz, dann noch einen usw. usw. Also rief ich Katja und wir gingen zusammen noch einmal durch das kleine Birkenwäldchen. Das Ergebnis waren nun ca. 15 Birkenpilze, die wir zusammen gefunden haben.
Auf unserem Rückweg über eine Schotterstraße, die mitten durch den Wald in Richtung Hornsö führte, trauten wir unseren Augen nicht. An einem kleinen See standen im Abstand von 10-15 m am Wegesrand weitere Pilze, die wir direkt aus dem Auto gesehen haben. Im weiteren Verlauf der Waldstraße fanden wir noch mehr Pilze. Unser kleines 2,5 kg Spankörbchen war am Ende fast voll. Auch einzelne Steinpilze waren dabei. Nun war es schon 16:00 Uhr und wir hatten die Befürchtung, dass das Fischgeschäft eventuell schon zu hat, wenn wir dann ankommen. Wir hatten aber Glück und bekamen noch ein leckeres Stück Fisch für unser Abendbrot. So gab es heute bei uns Lachsfilet, Pilzragout und Kartoffelmus. Einfach nur lecker !!!

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11.09.2009 - Ausflug mit dem kleinen Ruderboot und nach Schloss Björnö u. Revsudden

Heute früh wollten wir bei wirklich allerschönstem Wetter endlich mal das kleine Ruderboot benutzen, welches hier mit zum Ferienhaus gehört und kostenfrei benutzt werden kann. Also machten wir uns auf und schöpften erst einmal das Wasser aus dem Boot. Das Boot liegt an einem kleinen Naturhafen, der eine Verbindung zum Meer hat. Es gibt hier ziemlich viele Algen und Wasserpflanzen. Leider ist daher in diesem Bereich auch die Wasserqualität nicht so gut. Man kann viele Libellen sehen und viele Jungfische im Wasser. Es soll hier auch Hechte geben, aber selbst die Einheimischen haben Mühe einen zu fangen. Auch hier gibt es immer weniger Fische. Wenn man einmal die Ausfahrt zum offenen Meer hinter sich hat, wird auch das Wasser gleich besser. Man kann hier natürlich auch baden gehen. Heute waren allerdings jede Menge Quallen im Wasser. Wir fuhren mit dem Boot an einige kleine Inseln heran. Es gibt hier auch eine Insel mit einer vorbereiteten Feuerstelle, wo man grillen und picknicken kann. Ich könnte mir vorstellen, dass es wunderschön ist in einer lauen Sommernacht erst zu grillen und dann die Nacht auf der Insel zu verbringen.

Anschließend machten wir noch einen kleinen Ausflug zu Schloss Björnö. Leider hatte das Schlosscafe zu. So konnten wir das Schloss nur aus einigem Abstand betrachten. Ein Besuch schien wohl nicht erwünscht zu sein, da das Cafe selbst auch in einem extra Teil des Hofes untergebracht ist.

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Zum Nachmittag fuhren wir dann noch auf die Halbinsel Revsudden. Hier am Hafen trafen wir nur ein paar Camper, die den traumhaft schönen und warmen Nachtmittag genossen. So kehrten wir wieder um und fuhren zurück in unser Ferienhaus.

Morgen ist leider unser Urlaub schon wieder um und deshalb haben wir am späten Nachmittag noch das Ferienhaus gründlich gereinigt. Alles gesaugt, gewischt, Bad + Küche geputzt und die Terasse gefegt.
Abends wurden wir dann noch vom Hauseigentümer überrascht und auf eine Tasse Tee eingeladen. Wir freuten uns sehr darüber und über den schönen Ausklang des Tages und unseres Urlaubs. Morgen müssen wir dann schon wieder zurückfahren.

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Allerdings haben wir noch 2 Tage Stop-over in Kopenhagen eingeplant.

Hier gehts zu weiteren 2 Tagen Kopenhagen...

zum Schluß noch einige Impressionen aus Fågelsudd

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